Tufting-Maschinen im Atelier – Technik, Präzision und kreative Kontrolle
Hinter jedem handgetufteten Teppich steht nicht nur gestalterische Idee, sondern auch präzise Technik. In unserem Atelier arbeiten wir mit drei unterschiedlichen Tufting-Maschinen: der AK-5, der AK-1 sowie einer leistungsfähigen No-Name-Tufting-Maschine. Jede dieser Maschinen erfüllt einen klar definierten Zweck – abhängig von Florhöhe, Struktur und gewünschtem Oberflächenbild.
Wie funktioniert eine Tufting-Maschine?
Im Kern arbeitet eine Tufting-Maschine nach einem mechanischen Prinzip, das an eine überdimensionale Nähmaschine erinnert – jedoch mit deutlich mehr Kraft und Materialstärke.
Der Ablauf im Überblick:
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Ein gespanntes Primärgewebe (Tufting Cloth) wird auf einen Rahmen fixiert.
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Die Maschine führt das Garn über eine Nadel durch das Gewebe.
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Ein integrierter Mechanismus formt entweder
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Schlingen (Loop-Pile) oder
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schneidet diese direkt auf (Cut-Pile).
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Durch gleichmäßige Vorwärtsbewegung entstehen Linien, Flächen und Konturen.
Die Geschwindigkeit kann – je nach Modell – mehrere tausend Stiche pro Minute erreichen. Entscheidend ist dabei die ruhige Führung der Maschine, um saubere Kanten und gleichmäßige Dichte zu erzielen.
Gewicht und Handling
Tufting-Maschinen sind keine Leichtgewichte. Je nach Modell liegen sie häufig zwischen 1,4 und 2 Kilogramm. Dieses Gewicht sorgt für Stabilität im Arbeitsprozess, erfordert jedoch gleichzeitig eine kontrollierte Handführung und Erfahrung.
Gerade bei großflächigen Motiven oder präzisen Konturen wird deutlich:
Tufting ist körperliche Arbeit – kombiniert mit gestalterischer Feinmotorik.
Unsere Maschinen – unterschiedliche Funktionen
In unserem Studio nutzen wir bewusst mehrere Systeme:
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AK-5 → ideal für Standard-Cut-Pile-Arbeiten, gleichmäßiger Flor, präzise Linienführung.
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AK-1 → variabel einstellbare Florhöhe, besonders geeignet für strukturierte Oberflächen und 3D-Effekte.
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No-Name-Maschine → flexibel einsetzbar für spezielle Anforderungen und alternative Einstellungen.
Durch diese Kombination können wir:
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verschiedene Florhöhen realisieren
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Loop-Pile und Cut-Pile kombinieren
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plastische Strukturen erzeugen
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Details gezielt herausarbeiten
